Kinderyoga zu Weihnachten: 12 zauberhafte Übungen für die Adventszeit
Ein Weihnachtsbaum wächst in die Höhe.
Ein Rentier stapft durch den Schnee.
Eine Schneeflocke schwebt langsam zur Erde.
Und plötzlich wird aus ein paar Yogaübungen eine kleine Weihnachtsgeschichte.
Die Adventszeit steckt voller besonderer Momente.
Kinder zählen die Tage bis Weihnachten, öffnen morgens ihr Adventskalendertürchen und entdecken überall Lichter, Sterne und Weihnachtsdekoration.
Gleichzeitig ist der Dezember oft voll.
Zwischen Kindergarten oder Schule, Weihnachtsfeiern, Plätzchenbacken, Besuchen und der großen Vorfreude auf Heiligabend sammelt sich bei vielen Kindern jede Menge Energie an.
Kinderyoga zu Weihnachten verbindet genau diese beiden Seiten des Advents:
Bewegung darf da sein.
Und daraus können anschließend kleine ruhige Momente entstehen.
Du brauchst dafür keine vorbereitete Yogastunde.
Du brauchst keine besondere Weihnachtsdekoration.
Du brauchst keine komplizierten Yogapositionen.
Und dein Kind muss weder besonders ruhig noch besonders gelenkig sein.
Die zwölf Weihnachts-Yogaübungen in diesem Artikel sind bewusst spielerisch aufgebaut.
Ihr könnt nur eine einzelne Übung machen.
Ihr könnt drei oder vier Positionen miteinander verbinden.
Oder ihr nutzt am Ende des Artikels die fertige kleine Weihnachts-Yogareise.
So kann Kinderyoga im Advent das bleiben, was es sein soll:
eine schöne gemeinsame Möglichkeit für Bewegung, Fantasie und kleine Pausen.
Keine weitere Aufgabe auf eurer Weihnachtsliste.
Das Wichtigste zuerst
Beim Kinderyoga geht es nicht darum, eine Haltung perfekt nachzumachen.
Dein Kind darf wackeln, lachen, eine Position verändern oder eine Übung auslassen.
Achte auf ausreichend Platz und darauf, dass sich alle Bewegungen angenehm anfühlen.
Bei Schmerzen oder Unwohlsein wird eine Übung beendet.
Warum Kinderyoga so gut in die Adventszeit passt
Im Dezember passiert für Kinder außergewöhnlich viel.
Da sind Adventskalender.
Nikolaus.
Weihnachtsfeiern.
Besuche.
Weihnachtsmärkte.
Basteln.
Backen.
Geschenke.
Und natürlich die Frage, wann endlich Weihnachten ist.
Diese Aufregung muss gar nichts Negatives sein.
Vorfreude gehört zur Weihnachtszeit.
Trotzdem können zwischen all diesen besonderen Erlebnissen einfache und vertraute Momente guttun.
Kinderyoga kann dabei eine schöne Brücke sein, weil dein Kind nicht sofort still werden muss.
Es darf sich zunächst bewegen.
Es darf ein Rentier sein.
Es darf durch den Schnee stapfen.
Es darf sich ausschütteln und herumwackeln.
Danach wird die Bewegung langsam kleiner.
Aus dem schnellen Rentier wird ein stiller Weihnachtsbaum.
Aus dem Herumhüpfen wird eine langsam schwebende Schneeflocke.
Und aus ein paar Minuten Bewegung kann ganz nebenbei ein ruhigerer Moment entstehen.
Genau dieses Prinzip eignet sich besonders für Kinder, die nicht einfach auf Zuruf von hundert auf null kommen.
So nutzt ihr die 12 Weihnachts-Yogaübungen
Du musst nicht alle zwölf Übungen hintereinander machen.
An einem normalen Nachmittag reichen vielleicht drei Übungen.
Wenn dein Kind gerade viel Bewegungsdrang hat, startest du mit Rentier, Eisbär oder Lebkuchenmann.
Wenn es bereits müde ist, passen Weihnachtsbaum, Schneeflocke, Kerze oder Winterschlaf besser.
Und wenn ihr am Wochenende etwas mehr Zeit habt, könnt ihr aus den Übungen eine ganze Weihnachtsgeschichte machen.
Eine gute Reihenfolge ist häufig:
erst etwas mehr Bewegung,
dann langsamere Positionen,
danach ein kleines Atemspiel
und zum Schluss eine ruhige Übung oder Fantasiereise.
1. Der Weihnachtsbaum
Groß werden und das Gleichgewicht ausprobieren
Dein Kind stellt sich aufrecht hin.
Beide Füße stehen zunächst fest auf dem Boden.
Dann wachsen die Arme langsam nach oben.
Die Hände können sich über dem Kopf treffen oder wie große Tannenzweige etwas nach außen zeigen.
Wer das Gleichgewicht ausprobieren möchte, hebt einen Fuß an und stellt ihn vorsichtig an den Knöchel oder an die Innenseite des Unterschenkels.
Danach wird gewechselt.
Jetzt kommt ein leichter Winterwind.
Die Äste bewegen sich ganz langsam nach links und rechts.
Dann hört der Wind wieder auf.
Der Weihnachtsbaum wird still.
Vielleicht hängen an seinen Zweigen goldene Kugeln.
Vielleicht Sterne.
Vielleicht hat dein Kind eine ganz eigene Idee.
Einfacher:
Beide Füße bleiben am Boden.
Auch ohne Einbeinstand kann dein Kind ein großer Weihnachtsbaum sein.
2. Das Rentier
Erst bewegen, dann lauschen
Die Hände kommen mit gespreizten Fingern neben den Kopf.
Schon hat das Rentier ein großes Geweih.
Dann darf es durch den verschneiten Winterwald traben.
Mal schnell.
Mal langsam.
Mal mit besonders großen Schritten durch den tiefen Schnee.
Dann sagst du plötzlich:
„Das Rentier hört ein Glöckchen.“
Jetzt bleibt dein Kind stehen und lauscht.
Für ein paar Sekunden wird es ganz still.
Dann darf das Rentier wieder weiterziehen.
Gerade dieses Wechselspiel macht die Übung interessant.
Ruhe wird nicht verlangt, sondern entsteht als Teil des Spiels.
3. Der Weihnachtsstern
Strahlen wie ein Stern
Die Füße stehen etwas weiter auseinander.
Die Arme werden weit nach oben und außen gestreckt.
Der ganze Körper wird zu einem großen Stern.
Beim Einatmen macht sich dein Kind ganz groß.
Beim Ausatmen werden Schultern und Arme etwas lockerer.
Dann leuchtet der Weihnachtsstern noch einmal.
Wer möchte, dreht sich danach ganz langsam einmal um die eigene Achse.
Nicht schnell.
Der Stern wandert ganz ruhig durch den dunklen Winterhimmel.
4. Die Schneeflocke
Ganz langsam zur Erde schweben
Dein Kind beginnt im Stehen.
Die Arme schweben nach oben.
Dann beginnt die Schneeflocke ganz langsam zu Boden zu sinken.
Sie dreht sich ein kleines Stück nach links.
Dann ein kleines Stück nach rechts.
Die Knie werden langsam gebeugt.
Am Ende landet die Schneeflocke ganz weich auf dem Boden.
Dein Kind setzt oder hockt sich hin.
Jetzt liegt die Schneeflocke still im Schnee.
Probiert die Schneeflocke einmal schneller und danach ganz langsam.
Welche Variante fühlt sich angenehmer an?
5. Der Eisbär
Kräftig durch den Schnee stapfen
Dein Kind kommt auf Hände und Füße.
Dann stapft der Eisbär langsam durch den tiefen Schnee.
Die Schritte dürfen kräftig sein.
Vielleicht muss der Eisbär über eine Schneewehe steigen.
Vielleicht entdeckt er Spuren.
Vielleicht bleibt er stehen und schnuppert in die kalte Winterluft.
Nach einigen Schritten findet der Eisbär schließlich einen gemütlichen Platz.
Dein Kind setzt sich zurück und macht eine kleine Pause.
Der Eisbär eignet sich besonders gut am Anfang einer Yogareise, wenn noch viel Bewegungsenergie vorhanden ist.
6. Der Schlitten
Durch den Winter sausen
Dein Kind setzt sich auf den Boden.
Die Beine werden nach vorne ausgestreckt oder leicht angewinkelt.
Die Hände halten eine unsichtbare Schlittenleine.
Jetzt geht es den Hügel hinunter.
Der Schlitten fährt nach links.
Dann nach rechts.
Eine große Kurve kommt.
Danach wird der Schlitten langsamer.
Noch langsamer.
Schließlich bleibt er mitten im stillen Winterwald stehen.
Jetzt lauscht ihr kurz.
Welche Geräusche könnt ihr im Raum entdecken?
7. Das Weihnachtsgeschenk
Erst ganz klein, dann riesengroß
Dein Kind setzt oder hockt sich auf den Boden und macht sich ganz klein.
Jetzt ist es ein geheimnisvoll verpacktes Weihnachtsgeschenk.
Niemand weiß, was darin steckt.
Du zählst langsam bis drei.
Dann wird das Geschenk geöffnet.
Dein Kind richtet sich auf und streckt Arme und Beine weit auseinander.
Was war im Paket?
Vielleicht ein Kuscheltier.
Vielleicht ein Stern.
Vielleicht ein Rentier.
Vielleicht etwas völlig Verrücktes.
Dann wird daraus sofort die nächste Bewegung.
Das Weihnachtsgeschenk ist eine gute Übung für Kinder, die gerne selbst Ideen in eine Yogageschichte einbringen.
Kinderyoga mit Herz
Wenn dein Kind solche spielerischen Bewegungen liebt, findest du in meinem Kinderyoga-E-Book viele weitere Yogaübungen, Atemspiele, Yoga-Abenteuer und fantasievolle Bewegungsimpulse.
So habt ihr auch nach Weihnachten eine große Auswahl für gemeinsame Yoga-Momente.
8. Die Weihnachtskatze
Neugierig durch das Wohnzimmer schleichen
Dein Kind kommt in den Vierfüßlerstand.
Stellt euch vor, am Weihnachtsabend schleicht eine kleine Katze durch das Wohnzimmer.
Sie entdeckt den Weihnachtsbaum.
Neugierig hebt sie den Kopf ein wenig und lässt den Rücken sanft länger werden.
Plötzlich klingelt irgendwo ein Glöckchen.
Die Katze erschrickt ein bisschen.
Der Rücken wird rund.
Der Kopf sinkt nach unten.
Danach wird die Katze wieder neugierig.
Bewegt euch einige Male langsam hin und her.
Die Bewegung muss nicht besonders groß sein.
Sie soll sich angenehm und weich anfühlen.
9. Der Lebkuchenmann
Schütteln, tanzen und wieder still werden
Dein Kind steht aufrecht und macht sich ganz steif.
Ein frisch gebackener Lebkuchenmann ist schließlich ziemlich fest.
Doch plötzlich beginnt der Lebkuchenmann zu tanzen.
Er schüttelt zuerst die Hände.
Dann die Arme.
Dann die Schultern.
Dann ein Bein.
Und danach das andere.
Zum Schluss wird der ganze Lebkuchenmann kräftig ausgeschüttelt.
Dann rufst du:
„Der Lebkuchenmann ist wieder auf dem Backblech.“
Und plötzlich friert dein Kind ein.
Ganz still.
Wer kann einige Sekunden überhaupt nicht wackeln?
Auch hier entsteht die kurze Ruhephase aus dem Spiel heraus.
10. Die Weihnachtskerze
Ein einfaches Atemspiel
Jetzt wird die Yogareise ruhiger.
Dein Kind sitzt oder steht bequem.
Stellt euch vor, direkt vor euch brennt eine kleine Weihnachtskerze.
Atmet ganz normal durch die Nase ein.
Dann pustet ihr langsam aus.
Aber Vorsicht.
Die Kerze soll nicht ausgehen.
Die Flamme soll nur ein kleines bisschen hin und her tanzen.
Zwei oder drei ruhige Ausatmungen reichen vollkommen.
Eine echte Kerze braucht ihr dafür nicht.
Das Bild in der Fantasie genügt.
11. Der Winterschlaf
Aus Bewegung wird Ruhe
Dein Kind legt sich bequem hin oder rollt sich klein zusammen.
Draußen wird es langsam dunkel.
Ein kleines Waldtier sucht sich einen gemütlichen Schlafplatz.
Vielleicht ist es ein Igel.
Vielleicht ein Bär.
Vielleicht erfindet dein Kind sein eigenes Wintertier.
Das Tier macht es sich bequem.
Die Beine dürfen locker werden.
Die Arme ruhen.
Die Augen können geschlossen werden, müssen aber nicht.
Jetzt lauscht ihr für einen Moment auf die Geräusche um euch herum.
Was ist ganz nah zu hören?
Was klingt weiter entfernt?
Nach einer kurzen Pause wacht das Wintertier langsam wieder auf.
Es streckt die Arme.
Es streckt die Beine.
Und öffnet wieder die Augen.
12. Die stille Weihnachtskugel
Eine ruhige Abschlussübung
Zum Abschluss setzt sich dein Kind bequem hin.
Die Hände bilden vor dem Bauch eine große runde Weihnachtskugel.
Stellt euch vor, mitten in dieser Kugel leuchtet ein kleines warmes Weihnachtslicht.
Beim Einatmen wird die Kugel ein kleines bisschen größer.
Beim Ausatmen wird sie wieder kleiner.
Nach zwei oder drei ruhigen Atemzügen legt dein Kind die Hände auf die Beine.
Dann könnt ihr gemeinsam überlegen:
Was war heute ein schöner Adventsmoment?
Die Antwort muss nichts Besonderes sein.
Vielleicht war es das Adventskalendertürchen.
Vielleicht ein lustiger Moment beim Frühstück.
Vielleicht der Duft einer Mandarine.
Vielleicht ein Licht im Fenster.
Vielleicht einfach eure gemeinsame Yogazeit.
Aus den 12 Übungen wird eine Weihnachts-Yogareise
Wenn dein Kind Geschichten liebt, musst du die Übungen nicht nacheinander ankündigen.
Verbinde sie einfach zu einem kleinen Abenteuer.
Die Reise durch den Weihnachtswald
Stellt euch vor, ihr steht am Rand eines verschneiten Winterwaldes.
Direkt vor euch wächst ein großer Weihnachtsbaum.
Ihr macht euch genauso groß wie seine Zweige.
Plötzlich kommt ein Rentier vorbei.
Ihr folgt ihm durch den Schnee.
Über euch leuchtet ein heller Weihnachtsstern.
Dann beginnen Schneeflocken vom Himmel zu schweben.
Ein großer Eisbär stapft durch den tiefen Schnee.
Am Waldrand wartet ein Schlitten.
Ihr saust damit einen kleinen Hügel hinunter.
Unten entdeckt ihr ein geheimnisvolles Weihnachtsgeschenk.
Daneben schleicht eine kleine Weihnachtskatze vorbei.
Aus einem Häuschen duftet es nach Lebkuchen.
Ein kleiner Lebkuchenmann beginnt zu tanzen.
Im Fenster brennt eine Weihnachtskerze.
Ihr pustet ganz vorsichtig, damit die Flamme nur ein wenig tanzt.
Jetzt wird es still im Wald.
Die Tiere machen sich für ihren Winterschlaf bereit.
Und ganz am Ende entdeckt ihr eine wunderschöne Weihnachtskugel, in der ein kleines warmes Licht leuchtet.
Du musst die Geschichte nicht Wort für Wort vorlesen.
Erzähle sie frei.
Lass dein Kind eigene Ideen ergänzen.
Vielleicht begegnet euch noch ein Fuchs.
Vielleicht findet ihr einen geheimen Weg.
Vielleicht wohnt hinter den Bäumen ein kleines Winterwesen.
Genau dadurch wird aus einer vorgegebenen Yogastunde eure eigene Weihnachtsreise.
Die schnelle 10-Minuten-Weihnachts-Yogastunde
An einem normalen Wochentag sind zwölf Übungen oft viel zu viel.
Dann reicht diese kurze Reihenfolge:
Minute 1 bis 2: Rentier
Startet mit Bewegung und trabt gemeinsam durch den Winterwald.
Minute 3 bis 4: Eisbär
Stapft langsam und kräftig durch den Schnee.
Minute 5 bis 6: Weihnachtsbaum
Werdet groß und probiert das Gleichgewicht aus.
Minute 7: Schneeflocke
Lasst alle Bewegungen immer langsamer werden.
Minute 8: Weihnachtskerze
Macht zwei oder drei langsame Ausatmungen.
Minute 9 bis 10: Winterschlaf
Legt euch bequem hin und lauscht einen Moment auf die Geräusche um euch herum.
Wenn dein Kind nach sieben Minuten genug hat, ist auch das vollkommen in Ordnung.
Die Einheit muss nicht beendet werden, nur weil auf dem Papier noch drei Minuten übrig sind.
Welche Übungen passen zu welchem Moment?
Viel Energie
Rentier
Eisbär
Lebkuchenmann
Weihnachtsgeschenk
Fokus und Gleichgewicht
Weihnachtsbaum
Weihnachtsstern
Schlitten
Weihnachtskatze
Ruhiger Abschluss
Schneeflocke
Weihnachtskerze
Winterschlaf
Weihnachtskugel
Kinderyoga nach Kindergarten oder Schule
Nach einem langen Tag braucht nicht jedes Kind dasselbe.
Manche Kinder kommen nach Hause und müssen sich erst einmal kräftig bewegen.
Dann passen Rentier, Eisbär oder Lebkuchenmann gut.
Andere Kinder wirken bereits erschöpft.
Dann ist vielleicht eine einzelne Schneeflocke oder eine kurze Weihnachtskerze genug.
Und manchmal braucht dein Kind weder Yoga noch eine weitere Aktivität.
Dann darf ein Snack, freies Spiel oder einfach ein bisschen Zeit die bessere Wahl sein.
Wenn der Übergang von der Schule zu den Hausaufgaben bei euch häufiger schwierig ist, findest du in meinem Artikel Kinderyoga vor den Hausaufgaben: Übungen für mehr Ruhe und Konzentration weitere passende Ideen.
Kinderyoga am Abend: Jetzt darf Weihnachten leiser werden
Am Abend würde ich nicht mehr mit den besonders aktiven Übungen beginnen, wenn dein Kind bereits müde ist.
Statt Rentier und Eisbär passen jetzt ruhigere Bilder besser.
1. Weihnachtsbaum
2. Schneeflocke
3. Weihnachtskerze
4. Winterschlaf
5. Eine kurze Fantasiereise
So wird aus der Bewegung schrittweise ein ruhigerer Abschluss.
Weitere Ideen für genau diesen Tageszeitpunkt findest du in meinem ausführlichen Artikel Kinderyoga am Abend: 7 Übungen, die Kindern beim Einschlafen helfen können.
Wenn dein Kind keine Lust auf Weihnachts-Yoga hat
Dann macht ihr kein Weihnachts-Yoga.
So einfach darf es sein.
Gerade im Advent gibt es bereits genug Dinge, die gemacht werden sollen.
Aus Kinderyoga sollte deshalb nicht die nächste Pflicht werden.
Du kannst stattdessen selbst anfangen.
Vielleicht trabst du als Rentier einmal durch das Wohnzimmer.
Vielleicht beobachtet dein Kind dich nur.
Vielleicht steigt es plötzlich ein.
Vielleicht auch nicht.
Beides ist in Ordnung.
Kinderyoga und Fantasiereisen verbinden
Eine kleine Yogareise muss nicht mit der letzten Position enden.
Gerade nach Bewegung kann eine kurze Fantasiereise ein schöner Abschluss sein.
Der Körper durfte vorher aktiv sein.
Jetzt darf die Geschichte langsamer werden.
Ein kleiner Weihnachtsabschluss
Mach es dir bequem.
Stell dir vor, draußen vor dem Fenster fallen ganz langsam Schneeflocken vom Himmel.
Keine Schneeflocke hat es eilig.
Im Zimmer leuchtet ein kleiner Weihnachtsstern.
Du musst nirgendwo mehr hin.
Für einen kleinen Moment darf einfach alles so sein, wie es gerade ist.
Zauberreisen für kleine Herzen
Wenn dein Kind besonders gerne in Geschichten und Fantasiewelten eintaucht, findest du in meinem Fantasiereisen-E-Book weitere liebevoll ausgearbeitete Reisen mit sanften Kinderyoga-Elementen.
Sie passen als ruhiger Abschluss nach einer kleinen Yogaeinheit oder als eigenes Vorleseritual.
Eine Weihnachts-Yogaroutine muss nicht jeden Tag anders sein
Gerade in der Adventszeit ist die Versuchung groß, ständig neue Ideen auszuprobieren.
Heute Weihnachtsbaum.
Morgen ein neues Spiel.
Übermorgen noch eine andere Entspannungsübung.
Das ist nicht nötig.
Wenn dein Kind drei Übungen besonders gerne mag, könnt ihr genau diese immer wieder verwenden.
Vielleicht wird euer Ablauf im Dezember ganz einfach:
Einmal als Rentier bewegen.
Einmal als Weihnachtsbaum stehen.
Zum Schluss eine Schneeflocke und zwei ruhige Weihnachtskerzen-Atemzüge.
Ein vertrauter Ablauf kann im Familienalltag oft leichter funktionieren als immer neue Ideen.
Häufige Fragen zu Kinderyoga an Weihnachten
Ab welchem Alter eignet sich Weihnachts-Kinderyoga?
Viele spielerische Übungen lassen sich bereits mit jüngeren Kindern ausprobieren.
Wichtiger als eine starre Altersgrenze ist die Anpassung an dein Kind.
Bei jüngeren Kindern bleiben die Übungen kürzer und einfacher.
Gleichgewichtspositionen dürfen vereinfacht oder unterstützt werden.
Wie lange sollte eine Kinderyoga-Einheit dauern?
Es gibt keine feste Mindestdauer.
Im Familienalltag können bereits fünf oder zehn Minuten reichen.
Wenn dein Kind Spaß hat und weitermachen möchte, kann daraus natürlich auch eine längere Yogageschichte entstehen.
Brauchen wir eine Yogamatte?
Nein.
Eine ausreichend freie und rutschfeste Fläche genügt für viele Übungen.
Für Positionen auf dem Boden kann eine Matte oder ein Teppich angenehmer sein.
Muss mein Kind die Yogapositionen genau nachmachen?
Nein.
Bei spielerischem Kinderyoga geht es nicht darum, jede Haltung möglichst exakt auszuführen.
Die Bewegungen sollen angenehm sein.
Wenn eine Position nicht passt, wird sie verändert oder ausgelassen.
Welche Übungen eignen sich vor dem Schlafengehen?
Am Abend passen eher die langsameren Übungen.
Weihnachtsbaum, Schneeflocke, Weihnachtskerze, Winterschlaf und Weihnachtskugel sind dafür geeigneter als sehr lebhafte Bewegungsspiele.
Danach kann eine kurze Fantasiereise folgen.
Was mache ich, wenn mein Kind beim Yoga herumalbert?
Herumalbern darf beim Kinderyoga vorkommen.
Solange genügend Platz vorhanden ist und die Bewegungen sicher bleiben, muss daraus kein Problem werden.
Kinderyoga darf spielerisch sein.
Ruhigere Momente entstehen häufig leichter, wenn sie nicht erzwungen werden.
Müssen wir alle zwölf Übungen machen?
Nein.
Die zwölf Übungen sind eine Auswahl.
Du kannst eine einzelne Position nutzen, eine kurze Abfolge aus drei oder vier Übungen machen oder die komplette Weihnachts-Yogareise erzählen.
Fazit: Weihnachtszauber muss nicht still sein
Eine schöne Adventszeit mit Kindern muss nicht bedeuten, dass alle still vor einer Kerze sitzen.
Kinder erleben Weihnachten mit ihrem ganzen Körper.
Sie hüpfen vor Vorfreude.
Sie möchten entdecken.
Sie möchten spielen.
Sie möchten wissen, wann endlich Weihnachten ist.
Genau deshalb passt Kinderyoga so schön in diese Zeit.
Dein Kind muss seine Energie nicht plötzlich abschalten.
Es darf als Rentier durch den Raum traben.
Es darf wie ein Eisbär durch den Schnee stapfen.
Es darf ein Lebkuchenmann sein und sich kräftig ausschütteln.
Und irgendwann wird aus der großen Bewegung vielleicht eine langsam schwebende Schneeflocke.
Dann eine kleine Weihnachtskerze.
Und schließlich ein Wintertier, das sich gemütlich zusammenrollt.
So entsteht ein ruhiger Moment nicht gegen die Weihnachtsaufregung.
Er darf mitten aus ihr heraus entstehen.
Bewegung oder Fantasiereise – was liebt dein Kind?
Dein Kind liebt Bewegung und spielerische Yoga-Abenteuer?
Dann findest du im Kinderyoga-E-Book viele weitere Übungen, Atemspiele und fantasievolle Yogaideen für euren Alltag.
Dein Kind taucht lieber in Geschichten und innere Bilder ein?
Dann sind die „Zauberreisen für kleine Herzen“ die passende Ergänzung.
Die Übungen in diesem Artikel sind allgemeine Bewegungs- und Entspannungsideen für Kinder und ersetzen keine medizinische, therapeutische oder physiotherapeutische Beratung.
Achte darauf, dass dein Kind genügend Platz hat, sich alle Bewegungen angenehm anfühlen und Übungen bei Schmerzen oder Unwohlsein beendet werden.
Auf Body Soul Power findest du Kinderyoga, Fantasiereisen und alltagstaugliche Ideen für kleine Ruheinseln, gemeinsame Zeit und mehr Achtsamkeit im Familienalltag.






