Kinderyoga & Abendroutine

Kinderyoga am Abend

7 Übungen, die Kindern beim Einschlafen helfen können

Abends passiert in vielen Familien immer wieder das Gleiche.

Du denkst: Heute klappt es bestimmt besser.

Doch kaum nähert sich die Schlafenszeit, scheint dein Kind noch einmal eine zweite Portion Energie zu bekommen.

Es rennt durch die Wohnung, redet ohne Pause, erinnert sich plötzlich an fünf wichtige Dinge und findet sehr überzeugende Gründe, warum Schlaf gerade wirklich nicht möglich ist.

Und du sitzt da und fragst dich: Warum ist mein Kind ausgerechnet jetzt so aufgedreht, obwohl es doch offensichtlich müde ist?

Die Antwort ist oft weniger widersprüchlich, als sie wirkt.

Ein Kind kann körperlich erschöpft und gleichzeitig innerlich noch stark aktiviert sein.

Der Tag war laut, voll, aufregend oder anstrengend.

Vielleicht gab es Streit, Zeitdruck, viele soziale Eindrücke, Hausaufgaben, Bildschirmzeit oder einfach sehr viel Bewegung.

Der Körper möchte schlafen.

Aber das Nervensystem hat noch nicht verstanden, dass jetzt wirklich Ruhe beginnt.

Genau deshalb funktioniert der Satz „Jetzt beruhig dich doch endlich“ so selten.

Was dein Kind braucht, ist nicht noch mehr Druck.

Es braucht einen sanften Übergang.

Kinderyoga am Abend kann genau diese Brücke sein.

Nicht als komplizierter Kurs.

Nicht als zusätzliche Aufgabe.

Sondern als kurze, verlässliche Abfolge aus Bewegung, Atmung, Körperwahrnehmung und Ruhe.

Manche Kinder brauchen zuerst noch einmal eine kräftige Übung, bevor sie still werden können.

Andere profitieren direkt von langsamen Bewegungen und einem ruhigen Abschluss.

Entscheidend ist nicht, dass jede Haltung perfekt aussieht.

Entscheidend ist, dass dein Kind sich sicher fühlt und Schritt für Schritt aus dem Tag herausfindet.

Das Wichtigste zuerst:
Kinderyoga ist kein Einschlafknopf.
Es kann keine Schlafprobleme wegzaubern und ersetzt keine medizinische Abklärung.
Es kann aber ein liebevolles Abendritual sein, das deinem Kind hilft, Anspannung wahrzunehmen, Bewegung abzuschließen und leichter in die Ruhe zu finden.

Warum Kinder am Abend plötzlich noch einmal aufdrehen

Viele Eltern erwarten, dass Müdigkeit automatisch zu Ruhe führt.

Bei Kindern ist häufig das Gegenteil zu beobachten.

Je müder sie werden, desto lauter, wilder oder emotionaler reagieren sie.

Manche Kinder beginnen zu albern.

Andere streiten über Kleinigkeiten.

Wieder andere werden anhänglich, weinen schneller oder möchten plötzlich alles noch einmal erzählen.

Das ist nicht automatisch Trotz.

Es kann ein Zeichen dafür sein, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation am Ende des Tages erschöpft ist.

Ein Kind musste viele Stunden zuhören, warten, teilen, sich an Regeln halten, Übergänge bewältigen und Eindrücke verarbeiten.

Wenn dann auch noch Schlafenszeit bedeutet, dass Spielen, Nähe oder ein schöner Tag enden, kommt schnell Widerstand hinzu.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das Verhalten zu schauen.

Frage dich:

  • Ist mein Kind körperlich noch voller Energie?
  • Ist es überreizt und braucht weniger Input?
  • Ist es hungrig, durstig oder übermüdet?
  • Möchte es gerade noch Nähe oder etwas vom Tag erzählen?
  • War die Zeit zwischen Bildschirm und Bett zu kurz?
  • Ist die Abendroutine jeden Tag sehr unterschiedlich?

Kinderyoga kann nicht jede Ursache lösen.

Aber es kann den Übergang sichtbar machen.

Der Körper bekommt ein klares Signal: Der aktive Teil des Tages endet, jetzt wird alles langsamer.

Wie Kinderyoga am Abend helfen kann

Kinderyoga verbindet mehrere Dinge, die für einen ruhigen Übergang hilfreich sein können.

Sanfte Bewegung gibt dem Körper die Möglichkeit, Restspannung abzubauen.

Langsame Bewegungen lenken die Aufmerksamkeit weg vom nächsten Gedanken und zurück in den Körper.

Bewusstes Ausatmen kann das Tempo verringern.

Wiederholte Abläufe schaffen Vorhersehbarkeit.

Und spielerische Bilder machen es Kindern leichter, überhaupt mitzumachen.

Ein Kind muss dafür nicht wissen, was eine bestimmte Yogahaltung heißt.

Es reicht, wenn es sich vorstellen kann, ein müder Schmetterling, eine Katze, ein Baum oder eine weiche Wolke zu sein.

Gerade am Abend ist die Reihenfolge wichtig.

Eine gute Abfolge beginnt nicht sofort mit Stillliegen.

Sie führt von etwas mehr Bewegung über langsame Haltungen bis zur Ruhe.

Eine sinnvolle Reihenfolge:
erst Spannung loslassen
dann Bewegungen verlangsamen
anschließend ruhig atmen
zum Schluss liegen, zuhören oder eine Fantasiereise erleben

Diese Reihenfolge ist besonders hilfreich für Kinder, die auf die Aufforderung „Bleib jetzt ruhig liegen“ mit noch mehr Unruhe reagieren.

Sie dürfen erst etwas tun, bevor sie nichts mehr tun sollen.

Das klingt banal.

Im Alltag macht es aber oft einen großen Unterschied.

So kann eine entspannte Abendroutine aussehen

Eine gute Abendroutine muss nicht lang sein.

Sie sollte vor allem wiedererkennbar sein.

Kinder entspannen leichter, wenn sie wissen, was als Nächstes passiert.

Das bedeutet nicht, dass jeder Abend minutiös gleich ablaufen muss.

Ein einfacher Rahmen genügt.

Tempo herausnehmen
Etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafen werden wilde Spiele, laute Medien und sehr aufregende Aktivitäten beendet.
Grundbedürfnisse klären
Trinken, Zähneputzen, Toilette, Schlafkleidung und ein letzter kleiner Gesprächsmoment werden nicht zwischen die Yogaübungen geschoben.
Kurze Yogazeit
Fünf bis fünfzehn Minuten reichen. Wähle drei bis fünf Übungen statt jedes Mal alle sieben.
Ruheabschluss
Nach der letzten Haltung folgt eine kurze Fantasiereise, eine ruhige Geschichte oder einfach ein Moment mit langsamer Atmung.
Klares Ende
Ein wiederkehrender Satz wie „Jetzt ist der Tag vorbei und dein Körper darf ruhen“ gibt Orientierung.

Ein fester Platz kann die Routine unterstützen.

Das kann eine Yogamatte sein.

Es kann aber genauso gut ein Teppich, eine Decke oder ein ruhiger Platz neben dem Bett sein.

Wichtig ist nicht das Zubehör.

Wichtig ist die Wiedererkennung.

Der Platz signalisiert: Hier wird nichts geleistet.

Hier darf der Tag langsam leiser werden.

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Ein fester Platz für eure Abendroutine

Eine eigene Matte kann für manche Kinder ein sichtbarer Ruheanker sein.

Sie ist jedoch keine Voraussetzung für Kinderyoga.

Ein rutschfester Teppich oder eine gefaltete Decke reichen ebenfalls.

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7 Kinderyoga Übungen für den Abend

Du musst nicht jeden Abend alle sieben Übungen machen.

Wähle drei bis fünf aus.

Beginne bei sehr unruhigen Kindern mit einer aktiveren Übung.

Beginne bei erschöpften oder empfindlichen Kindern direkt mit langsamen Bewegungen.

Keine Haltung sollte schmerzen.

Dein Kind muss nichts lange halten und darf jederzeit eine Pause machen.

Sanfte Kinderyoga Übung am Abend
Langsame, wiederkehrende Bewegungen helfen vielen Kindern beim Übergang vom aktiven Tag in den Abend.

1. Der Schmetterling

Der Schmetterling ist eine sanfte Übung für den Einstieg.

Dein Kind setzt sich auf den Boden und bringt die Fußsohlen zusammen.

Die Hände dürfen die Füße oder Knöchel halten.

Die Knie bewegen sich langsam auf und ab wie weiche Flügel.

Am Abend sollte daraus kein schnelles Flattern werden.

Du kannst sagen: „Der Schmetterling ist müde geworden. Seine Flügel werden immer langsamer.“

Nach einigen Bewegungen bleiben die Beine ruhig.

Dein Kind spürt einen Moment nach.

Dauer
etwa 30 bis 60 Sekunden
Passt gut bei
innerer Unruhe und einem hektischen Übergang
Wichtig
nicht an den Knien drücken

2. Die Katze

Die Katze verbindet Bewegung und Atmung.

Dein Kind geht in den Vierfüßlerstand.

Beim Einatmen wird der Rücken lang.

Beim Ausatmen wird der Rücken rund und der Kopf sinkt leicht.

Die Bewegung bleibt klein und angenehm.

Fünf langsame Wiederholungen reichen.

Du kannst die Übung als müde Katze erzählen, die sich nach einem langen Tag noch einmal streckt.

Wichtig ist nicht, wie weit sich der Rücken bewegt.

Wichtig ist, dass Bewegung und Atmung ruhiger werden.

Dauer
fünf langsame Atemzüge
Passt gut bei
körperlicher Spannung und langem Sitzen
Wichtig
der Nacken bleibt locker
Kind macht eine ruhige Yogaübung vor dem Einschlafen
Kinderyoga am Abend darf weich und langsam sein. Perfekte Haltungen sind nicht nötig.

3. Der Hund

Der Hund ist die aktivste Übung in dieser Abendfolge.

Aus dem Vierfüßlerstand hebt dein Kind das Becken nach oben.

Der Körper bildet ungefähr ein umgedrehtes V.

Die Knie dürfen gebeugt bleiben.

Die Fersen müssen den Boden nicht berühren.

Dein Kind kann die Beine abwechselnd beugen, als würde ein müder Hund langsam auf der Stelle laufen.

Diese Übung eignet sich gut für Kinder, die vor dem Schlafen noch körperliche Restenergie loswerden müssen.

Bei sehr müden Kindern kannst du sie überspringen.

Dauer
20 bis 30 Sekunden
Passt gut bei
körperlichem Bewegungsdrang
Wichtig
nicht mit Kraft in die Dehnung drücken

4. Der Baum

Jetzt wird die Abfolge ruhiger.

Dein Kind stellt sich aufrecht hin und sucht einen festen Punkt im Raum.

Ein Fuß bleibt mit den Zehen am Boden oder wird an den Knöchel beziehungsweise an die Wade gelegt.

Der Fuß sollte nicht seitlich gegen das Knie drücken.

Die Hände können vor dem Brustkorb zusammenkommen oder sich wie Äste nach oben öffnen.

Wackeln ist erlaubt.

Umfallen ist erlaubt.

Ein Abendbaum muss nichts beweisen.

Er steht einfach einen Moment still und spürt seine Wurzeln.

Dauer
10 bis 20 Sekunden pro Seite
Passt gut bei
zerstreuten Gedanken
Wichtig
bei Bedarf an einer Wand festhalten

5. Der Löwe

Der Löwe wirkt zunächst nicht wie eine typische Einschlafübung.

Für manche Kinder ist er aber genau das fehlende Ventil.

Dein Kind atmet durch die Nase ein.

Beim Ausatmen öffnet es den Mund, streckt die Zunge heraus und lässt ein kräftiges „Haaa“ oder ein leises Löwenbrüllen entstehen.

Ein bis drei Wiederholungen reichen.

Danach wird der Löwe müde.

Sein Atem wird leiser.

Sein Körper wird schwerer.

Diese Übung passt besonders gut nach einem frustrierenden oder emotionalen Tag.

Sie sollte aber nicht zu einem wilden Brüllspiel werden, das die ganze Routine wieder hochfährt.

Dauer
ein bis drei Atemzüge
Passt gut bei
angestautem Frust
Wichtig
anschließend bewusst leiser werden
Kind in einer beruhigenden Yoga Haltung am Abend
Nach einer aktiveren Übung sollte die Abfolge deutlich langsamer werden.

6. Das Kind

Diese Haltung bildet den Übergang in die Ruhe.

Dein Kind kniet sich hin und setzt sich in Richtung Fersen.

Der Oberkörper sinkt nach vorne.

Die Stirn liegt auf der Unterlage, auf den Händen oder auf einem kleinen Kissen.

Die Arme dürfen nach vorne ausgestreckt oder locker neben dem Körper abgelegt werden.

Du kannst eine Hand ruhig auf den oberen Rücken legen, wenn dein Kind Berührung in diesem Moment mag.

Manche Kinder bleiben hier freiwillig länger liegen.

Andere möchten nach wenigen Atemzügen auf den Rücken wechseln.

Beides ist in Ordnung.

Dauer
drei bis acht ruhige Atemzüge
Passt gut bei
dem Wunsch nach Rückzug und Geborgenheit
Wichtig
die Haltung muss bequem bleiben

7. Die Ruhewolke

Zum Abschluss legt sich dein Kind auf den Rücken.

Die Beine liegen locker.

Die Arme ruhen neben dem Körper oder eine Hand liegt auf dem Bauch.

Die Augen dürfen geschlossen bleiben, müssen es aber nicht.

Du kannst sagen: „Stell dir vor, du liegst auf einer weichen Wolke. Sie trägt dich ganz ruhig. Du musst nichts mehr festhalten.“

Danach lässt du Pausen.

Viele Erwachsene sprechen bei Entspannungsübungen zu viel.

Einige wenige Sätze reichen oft vollkommen aus.

Die Ruhewolke ist der ideale Moment für eine kurze Fantasiereise.

Dauer
zwei bis fünf Minuten
Passt gut bei
dem endgültigen Übergang ins Bett
Wichtig
kein Kind muss die Augen schließen

Sicher üben:
Keine Übung sollte schmerzen.
Bei Schwindel, Atemnot, Schmerzen oder Unwohlsein wird sofort aufgehört.
Kinderyoga ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
Bei anhaltenden Schlafproblemen, starkem Schnarchen, Atemaussetzern, auffälliger Tagesmüdigkeit oder großer seelischer Belastung sollte fachlicher Rat eingeholt werden.

Warum Kinderyoga und Fantasiereisen so gut zusammenpassen

Nach den Yogaübungen ist der Körper oft ruhiger.

Die Atmung wird langsamer.

Das Kind muss nicht mehr so viel Energie in Bewegung oder Anspannung halten.

Genau jetzt kann eine Fantasiereise besonders schön wirken.

Sie gibt den Gedanken eine sanfte Richtung.

Statt noch einmal den ganzen Tag durchzugehen, folgt dein Kind einer ruhigen Geschichte.

Es stellt sich eine Wolke, einen Zauberwald, einen Sternenweg oder eine warme Sommerwiese vor.

Das bedeutet nicht, dass jedes Kind sofort einschläft.

Aber die Geschichte kann helfen, den Übergang liebevoll zu gestalten.

Wähle am Abend eher kurze, ruhige Fantasiereisen.

Abenteuer mit vielen Wendungen, Spannung oder lauten Figuren sind besser für den Nachmittag geeignet.

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Du musst dir am Abend keine Geschichte mehr spontan ausdenken und kannst vertraute Reisen wiederholt vorlesen.

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Diese Fantasiereise kann nach einer kurzen Kinderyoga Einheit vorgelesen werden und führt dein Kind sanft in eine ruhige Bilderwelt.

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Geführtes Kinderyoga mit Bewegung und Fantasie

Manche Kinder lassen sich leichter auf eine Routine ein, wenn eine Stimme, Musik und eine Geschichte durch die Übungen führen.

Kids4Yoga mit dem Pummelyoga Einhorn vermittelt Kinderyoga spielerisch.

Für die Schlafenszeit solltest du eine ruhige und eher kurze Einheit auswählen und beobachten, ob dein Kind nach Bildschirmangeboten gut wieder abschalten kann.

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Achte auf Altersempfehlung, Umfang und darauf, ob die Übungen wirklich zum Abend passen.

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Diese Fehler machen die Abendroutine unnötig schwer

Zu spät beginnen

Wenn dein Kind bereits völlig übermüdet ist, kann jede zusätzliche Aufgabe zu viel sein.

Beginne die Routine lieber etwas früher und kürzer.

Aus Yoga eine Pflicht machen

„Du musst jetzt noch Yoga machen“ klingt nicht nach Entspannung.

Biete zwei Übungen zur Auswahl an oder beginne selbst.

Viele Kinder machen mit, wenn sie keinen Druck spüren.

Zu viele Übungen einplanen

Sieben Übungen sind eine Auswahl, kein Pflichtprogramm.

Drei gute Übungen sind besser als ein langer Ablauf, bei dem alle ungeduldig werden.

Die falsche Reihenfolge wählen

Eine laute Löwenatmung direkt vor dem Hinlegen kann manche Kinder wieder aktivieren.

Nutze kräftigere Übungen am Anfang.

Beende die Routine immer langsam.

Zu viel sprechen

Bei der Ruhewolke und bei Fantasiereisen brauchen Kinder Pausen.

Stille ist kein Fehler.

Sie gehört zur Entspannung.

Jeden Abend Erfolg erwarten

Es wird Abende geben, an denen dein Kind wunderbar mitmacht.

Und es wird Abende geben, an denen nichts davon passt.

Das bedeutet nicht, dass die Routine gescheitert ist.

Ein Ritual darf flexibel bleiben.

Für welches Alter eignet sich Kinderyoga am Abend?

Einfache Kinderyoga Übungen können bereits mit jüngeren Kindern ausprobiert werden.

Entscheidend ist weniger eine starre Altersgrenze als die Art der Anleitung.

Etwa 3 bis 5 Jahre:
Sehr kurze Tierbilder, viel Vormachen und nur wenige Wiederholungen.
Die gesamte Yogazeit kann drei bis sieben Minuten dauern.

Etwa 6 bis 9 Jahre:
Kleine Abfolgen, bewusste Atmung und kurze Fantasiereisen funktionieren oft gut.
Mitbestimmung bleibt wichtig.

Ab etwa 10 Jahren:
Manche Kinder mögen keine verspielten Tiernamen mehr.
Nenne die Übungen dann Dehnpause, Abend Reset oder Ruhefolge.

Die Persönlichkeit deines Kindes ist wichtiger als das Alter.

Ein zehnjähriges Kind kann Fantasiegeschichten lieben.

Ein vierjähriges Kind kann lieber eine sachliche, kurze Anleitung hören.

Beobachte, was angenommen wird.

Was du tun kannst, wenn dein Kind nicht mitmachen möchte

Vermeide Diskussionen über Entspannung.

Das klingt fast komisch, passiert aber schnell.

Du möchtest eine ruhige Atmosphäre schaffen und bist nach drei Minuten selbst gereizt, weil dein Kind die Katze absichtlich rückwärts macht.

Dann hilft ein Schritt zurück.

  • Mache eine einzige Übung selbst vor.
  • Biete zwei Möglichkeiten an.
  • Erlaube deinem Kind, nur zuzusehen.
  • Verkürze die Routine deutlich.
  • Ändere die Sprache und vermeide das Wort Yoga.
  • Prüfe, ob dein Kind eigentlich Nähe, Essen, Ruhe oder ein Gespräch braucht.

Manchmal ist die beste Abendroutine kein Yoga.

Manchmal ist es eine Umarmung, ein Glas Wasser und ein ruhiges Gespräch.

Kinderyoga ist ein Werkzeug.

Es soll euch unterstützen und nicht zu einer weiteren Erwartung werden.

Bildschirmzeit, Licht und der richtige Zeitpunkt

Kinderyoga kann nur dann wirklich als ruhiger Übergang wirken, wenn die Umgebung nicht gleichzeitig neue Reize liefert.

Ein sehr helles Zimmer, laufende Videos oder schnelle Spiele direkt vor der Yogazeit machen das Herunterfahren für viele Kinder deutlich schwieriger.

Das bedeutet nicht, dass du am Abend eine perfekte Wellnesszone schaffen musst.

Oft reichen kleine Veränderungen.

  • Bildschirme möglichst nicht bis unmittelbar vor das Zubettgehen laufen lassen.
  • Das Licht etwas wärmer und weniger grell gestalten.
  • Spielzeug, das stark ablenkt, für die kurze Yogazeit aus dem Blickfeld nehmen.
  • Die Übungen möglichst vor dem völligen Übermüdungspunkt beginnen.
  • Nach der Ruhewolke nicht noch einmal in eine wilde Aktivität wechseln.

Der beste Zeitpunkt ist nicht für jede Familie gleich.

Manche Kinder profitieren von Yoga direkt nach dem Umziehen.

Andere möchten zuerst Zähne putzen und danach nur noch auf der Matte und im Bett bleiben.

Teste eine Reihenfolge mehrere Abende, bevor du sie wieder veränderst.

So kann dein Kind den Ablauf kennenlernen und du erkennst besser, ob die Routine wirklich passt.

Eine kurze Zehn Minuten Folge:
30 Sekunden Schmetterling
fünf Katzenbewegungen
20 Sekunden Hund oder drei Löwenatemzüge
je 15 Sekunden Baum pro Seite
fünf Atemzüge in der Haltung des Kindes
zwei bis drei Minuten Ruhewolke oder Fantasiereise

Häufige Fragen zu Kinderyoga am Abend

Wie lange sollte Kinderyoga am Abend dauern?

Für viele Familien reichen fünf bis fünfzehn Minuten. Bei jüngeren Kindern kann auch eine dreiminütige Folge sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die Routine kurz genug bleibt, um regelmäßig zu funktionieren.

Müssen wir alle sieben Übungen machen?

Nein. Wähle drei bis fünf Übungen aus. Beginne bei viel Bewegungsdrang mit Hund oder Löwe und ende immer mit einer ruhigen Haltung wie dem Kind oder der Ruhewolke.

Hilft Kinderyoga garantiert beim Einschlafen?

Nein. Es kann den Übergang beruhigen, aber keine Wirkung garantieren. Schlaf wird auch durch Tagesrhythmus, Licht, Bewegung, Sorgen, Gesundheit, Bildschirmzeit und viele weitere Faktoren beeinflusst.

Was mache ich, wenn mein Kind nach Yoga noch wacher ist?

Dann war die Einheit möglicherweise zu aktiv, zu lang oder zu spät. Reduziere kräftige Übungen, beende die Routine früher und nutze mehr langsame Bewegungen. Beobachte außerdem, ob Videos oder Musik zusätzlich aktivieren.

Brauchen wir eine Kinderyogamatte?

Nein. Ein rutschfester Teppich, eine Decke oder ein ruhiger Platz neben dem Bett reichen aus. Eine Matte kann lediglich als sichtbarer Ruheanker dienen.

Ab welchem Alter sind die Übungen geeignet?

Sehr einfache und kurze Übungen können bereits mit jüngeren Kindern spielerisch ausprobiert werden. Anleitung, Dauer und Sprache sollten immer zum Entwicklungsstand und zur Persönlichkeit des Kindes passen.

Darf mein Kind bei der Fantasiereise die Augen offen lassen?

Ja. Geschlossene Augen sind keine Voraussetzung. Manche Kinder fühlen sich mit offenen Augen sicherer und können trotzdem ruhig zuhören.

Wann sollte ich wegen Schlafproblemen fachlichen Rat suchen?

Bei anhaltenden oder starken Problemen, auffälliger Tagesmüdigkeit, starkem Schnarchen, Atemaussetzern, Schmerzen, großer Angst oder deutlicher Belastung sollte eine qualifizierte Fachperson einbezogen werden.

Ein ruhiger Abend muss nicht perfekt sein

Am Ende geht es nicht um eine makellose Routine.

Es geht nicht darum, jeden Abend sieben Übungen abzuhaken.

Und es geht auch nicht darum, dass dein Kind nach der letzten Haltung sofort einschläft.

Es geht um kleine, wiederkehrende Momente.

Momente, in denen dein Kind merkt: Der Tag wird langsamer.

Momente, in denen Bewegung nicht mehr wild sein muss.

Momente, in denen der Körper schwerer und der Atem ruhiger werden darf.

Vielleicht besteht eure perfekte Abendroutine am Ende nur aus dem Schmetterling, dem Kind und einer kurzen Fantasiereise.

Vielleicht braucht dein Kind zuerst den Löwen.

Vielleicht möchte es an manchen Tagen überhaupt kein Yoga.

Auch das darf sein.

Beginne klein.

Wähle eine einfache Reihenfolge.

Probiert sie einige Abende ohne Erfolgsdruck aus.

Wenn der Übergang dadurch nur ein wenig friedlicher wird, ist bereits etwas Wertvolles entstanden.

MH
Miriam von Body Soul Power

Miriam schreibt über Achtsamkeit, Kinderyoga und alltagstaugliche Ruheinseln für Familien. Ihre Inhalte verbinden konkrete Übungen mit einem realistischen Blick auf das Familienleben.

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