10 Kinderyoga Übungen

Es gibt diese Tage mit Kindern. Du kennst sie ganz sicher.

Die Energie im Raum ist plötzlich so hoch, dass man das Gefühl hat, jemand hätte heimlich zehn Espressi in den Kakao gemischt.

Dein Kind ist gleichzeitig müde, laut, hibbelig, empfindlich und irgendwie komplett überdreht.

Und trotzdem merkst du: Das Nervensystem ist gerade einfach voll.

Genau in solchen Momenten kann Kinderyoga ein kleines Wunder sein.

Nicht, weil Kinder plötzlich still im Lotussitz meditieren. Ganz ehrlich. Das wäre ungefähr so realistisch wie ein Wohnzimmer ohne Legosteine.

Kinderyoga funktioniert anders.

Es ist spielerisch. Beweglich. Laut. Lustig.

Und manchmal auch überraschend entspannend.

Kinder dürfen dabei brüllen wie ein Löwe, wackeln wie ein Baum im Sturm oder flattern wie ein Schmetterling.

Und genau dadurch passiert etwas sehr Schönes. Der Körper darf Spannung loslassen.

Das Beste daran: Du brauchst dafür kein Studio.

Kein Yoga Wissen.

Keine perfekte Morgenroutine.

Ein bisschen Platz im Wohnzimmer reicht völlig.

In diesem Artikel zeige ich dir zehn einfache Kinderyoga Übungen für zuhause.

Außerdem bekommst du Tipps für den Einstieg, typische Fehler und kleine Helfer wie eine Kinderyogamatte,

mein Kinderyoga Ebook und einen passenden Kurs, wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest.


Wenn Kinder sich bewegen, passiert etwas Spannendes im Körper.
Das Nervensystem wechselt vom „Alarmmodus“ in den „Ruhemodus“.

Gerade langsame Bewegungen und bewusste Atmung aktivieren den sogenannten Vagusnerv.
Dieser Nerv ist wie ein innerer Entspannungs-Schalter.

Das bedeutet:
Herzschlag wird ruhiger
Atmung wird tiefer
der Körper kommt runter

Kinder leben heute oft in einer Welt voller Reize.

Schule
Kindergarten
Termine
Lärm
Bildschirme
Erwartungen

Das Nervensystem arbeitet dabei auf Hochtouren.

Viele Kinder merken gar nicht bewusst, dass sie gestresst sind. Sie zeigen es über Verhalten.

Zum Beispiel durch

Unruhe
Wutausbrüche
Konzentrationsprobleme
schwieriges Einschlafen
ständige Bewegung

Kinderyoga hilft Kindern dabei, ihren Körper wieder bewusster wahrzunehmen.

Durch Bewegung, Atmung und kleine Rituale kann das Nervensystem Schritt für Schritt herunterfahren.

Kinder lernen dabei

ihren Körper zu spüren
Spannung abzubauen
ruhiger zu werden
sich besser zu konzentrieren

Und ganz wichtig: Es passiert spielerisch.


Bitte mache aus Kinderyoga keinen Leistungssport.

Es geht nicht darum, wie beweglich dein Kind ist.

Es geht darum, gemeinsam Spaß zu haben und den Körper zu spüren.

Du brauchst dafür nur

ein bisschen Platz
bequeme Kleidung
eine entspannte Stimmung

Kinder lieben Rituale.

Und genau so eine kleine Matte kann plötzlich „ihr Ort“ werden

Ein Platz, an dem sie runterkommen dürfen.

Viele Eltern finden auch eine Anleitung hilfreich. Genau dafür habe ich mein Kinderyoga Ebook erstellt.

Darin findest du einfache Übungen, kleine Routinen und Ideen für entspannte Familienmomente.

Wenn du Kinderyoga regelmäßig in euren Alltag integrieren möchtest, kann ein Kinderkurs eine tolle Unterstützung sein.

Besonders viel Spaß macht vielen Kindern das Yoga Abenteuer mit dem Pummeleinhorn.


Diese Übung fühlt sich weich an.

Wie ein langsames Ankommen.

Die Beine bewegen sich sanft auf und ab, fast wie Flügel im Wind.

Viele Kinder werden hier automatisch ruhiger, ohne es zu merken.

Der Körper wird langsamer.
Der Kopf wird leiser.

Ein perfekter Einstieg.

Setzt euch auf den Boden.
Die Fußsohlen berühren sich.

Die Knie bewegen sich sanft auf und ab wie Flügel.

Diese Übung wirkt weich und beruhigend. Perfekt zum Start.


Hier passiert etwas ganz Spannendes.

Mit jeder Bewegung wird der Rücken erst weich und dann rund.

Einatmen. Öffnen.
Ausatmen. Loslassen.

Viele Kinder beginnen hier ganz intuitiv, ihren Körper zu spüren.

Es wirkt fast wie ein kleines Durchatmen von innen.

Dein Kind geht in den Vierfüßlerstand.

Beim Einatmen wird der Rücken leicht nach unten bewegt.
Beim Ausatmen wird der Rücken rund.

Diese Übung lockert die Wirbelsäule und verbindet Bewegung mit Atmung.


Das ist die große Streckung.

Der ganze Körper wird lang.

Arme, Beine, Rücken.

Alles darf sich einmal richtig ausdehnen, als würde man morgens aufwachen.

Viele Kinder lieben dieses Gefühl, weil es Energie rauslässt und gleichzeitig ordnet.

Aus dem Vierfüßlerstand streckt dein Kind die Beine und hebt den Po nach oben.

Der Körper bildet ein umgedrehtes V.

Kinder lieben diese Übung, weil sie sich dabei richtig strecken können.


Hier wird es plötzlich still.

Ein Moment, in dem dein Kind sich selbst spürt.

Das Gleichgewicht zu halten ist gar nicht so leicht.

Und genau deshalb passiert etwas Wichtiges:

Der Fokus geht nach innen.

Der Körper wird ruhig, weil er sich konzentrieren muss.

Dein Kind steht aufrecht.

Ein Fuß wird an das andere Bein gelegt.
Die Arme gehen nach oben.

Der Baum stärkt Gleichgewicht und Konzentration.


Diese Übung fühlt sich wie Öffnung an.

Der Brustraum hebt sich, der Blick geht nach vorne.

Viele Kinder wirken dabei plötzlich wacher und gleichzeitig entspannter.

Es ist, als würde sich der Körper einmal wieder aufrichten.

Mehr Raum. Mehr Luft. Mehr Weite.

Dein Kind liegt auf dem Bauch.

Die Hände stützen neben dem Oberkörper.
Der Brustkorb hebt sich sanft.

Diese Übung öffnet den Brustraum und verbessert die Körperhaltung.


Diese Übung fühlt sich wie Öffnung an.

Der Brustraum hebt sich, der Blick geht nach vorne.

Viele Kinder wirken dabei plötzlich wacher und gleichzeitig entspannter.

Es ist, als würde sich der Körper einmal wieder aufrichten.

Mehr Raum. Mehr Luft. Mehr Weite.

Dein Kind kniet und setzt sich auf die Fersen.

Der Oberkörper legt sich nach vorne.

Diese Position wirkt unglaublich beruhigend.

Viele Kinder bleiben hier freiwillig länger liegen.


Eine der beliebtesten Übungen überhaupt.

Tief einatmen.
Beim Ausatmen die Zunge rausstrecken und laut brüllen.

Diese Übung ist pures Ventil.

Alles, was sich angestaut hat, darf raus.
Laut. Wild. Ohne Regeln.

Und genau danach werden viele Kinder plötzlich ganz ruhig.


Hier wird dein Kind groß.

Arme weit. Beine stark.

Der Körper nimmt Raum ein.

Das gibt ein Gefühl von Stärke.

Viele Kinder richten sich dabei ganz automatisch auf.

Selbstbewusst. Wach. Da.

Dein Kind steht breit.

Arme und Beine sind ausgestreckt.

Der Stern vermittelt Stärke und Präsenz.


Das ist wie ein Reset-Knopf.

Der Körper darf sich komplett entspannen.

Die Beine werden leicht.

Der Kopf wird ruhig.

Diese Übung wirkt besonders abends fast wie ein kleines „Runterfahren“.

Viele Kinder werden hier ganz still.

Dein Kind legt sich auf den Rücken.

Die Beine werden an eine Wand gelegt.

Diese Übung wirkt besonders abends entspannend.


Das ist kein „Tun“ mehr.

Das ist einfach Sein.

Dein Kind liegt da, die Augen geschlossen.

Und du nimmst es mit auf eine kleine Reise.

Eine weiche Wolke. Ganz leicht. Ganz ruhig.

Der Körper sinkt ein.

Der Tag darf losgelassen werden.

Dein Kind liegt auf dem Rücken.

Die Augen sind geschlossen.

Stell dir gemeinsam vor, auf einer weichen Wolke zu schweben.

Das ist ein wunderschöner Abschluss.


Du kannst die Übungen so kombinieren

Schmetterling
Katze
Hund
Baum
Löwe
Kind
Ruhewolke

Das dauert etwa zehn Minuten.

Mehr brauchst du wirklich nicht.


Ab welchem Alter funktioniert Kinderyoga

Schon kleine Kinder können einfache Übungen ausprobieren. Wichtig ist eine spielerische Atmosphäre.

Wie lange sollte Kinderyoga dauern

Fünf bis zehn Minuten reichen völlig.

Muss mein Kind eine Yogamatte haben

Nein. Aber eine eigene Kinderyogamatte macht den Einstieg oft leichter.

Was mache ich, wenn mein Kind nicht mitmacht?

Ganz ehrlich? Dann macht es nicht mit. Und das ist völlig okay. 
Kinder steigen oft genau dann ein, wenn du selbst einfach anfängst.
Ohne Druck. Ohne Erwartungen.
Manchmal schauen sie erst zu.
Und plötzlich stehen sie neben dir und machen den Löwen.

Brauche ich Vorkenntnisse

Nein. Viele Eltern starten mit einfachen Anleitungen aus einem Kinderyoga Ebook oder einem Onlinekurs.


Kinderyoga zuhause muss nicht perfekt sein.

Es braucht keine besonderen Fähigkeiten und kein Yogastudio im Wohnzimmer.

Was es braucht ist ein bisschen Raum, ein bisschen Leichtigkeit und die Bereitschaft, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren.

Die zehn Übungen aus diesem Artikel sind ein wunderbarer Anfang. Sie helfen deinem Kind, den Körper besser zu spüren und Stress abzubauen.

Und ganz ehrlich. Oft merken Eltern dabei selbst, wie gut diese kleinen Ruheinseln auch ihnen tun.

Probiert es einfach aus.

Manchmal entstehen aus genau solchen Momenten die schönsten Familienrituale.

Fang heute an.
Nicht morgen.
Nicht perfekt.

Einfach heute Abend.

Du wirst überrascht sein, was schon 5 Minuten verändern können.

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